Geographie vom Markgräflerland
Im heutigen Sprachgebrauch wird mit dem Begriff Markgräflerland vor allem das Oberrheingebietmit den Weinbergen südlich Freiburg im Breisgau bis Basel bezeichnet. Historisch betrachtet verläuft die Nordgrenze der Region etwa 20 km südlich von Freiburg ungefähr in einer Linie von Heitersheim bis Sulzburg entlang des Sulzbachs.[2] Weitere Abgrenzungen bilden die im Rheinverlaufenden Staatsgrenzen: im Süden bei Kleinbasel zur Schweiz, im Westen zum Elsass (Frankreich); außerdem im Osten der Schwarzwald mit dem Blauen.
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Luftbild von Markgräflerland und Schwarzwald rund um Bad Krozingen
Zur Region gehören somit vor allem die südwestlichen Ausläufer des Schwarzwalds, z. B. das Kandertal und das untere und mittlere Wiesental: wo sich dieses zum Oberrheintal öffnet, liegt Lörrach, die größte Stadt des Markgräflerlands, welche auch als „Hauptstadt“ der Region bezeichnet wird. Vierzehn Kilometer Wiesental-aufwärts liegt Schopfheim, die älteste Stadt des Markgräflerlands. Das Markgräflerland liegt somit größtenteils im Landkreis Lörrach, der nördliche Teil ab Auggen liegt im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Größere Flüsse und Bäche sind die Wiese, die Kander und der Klemmbach.
Bis 1803 glich das Markgräflerland einem Flickenteppich. Orte wie Schliengen gehörten bis dahin zum Fürstbistum Basel, das Fürstentum Heitersheim mit seinen Orten war selbstständig. Hauptsächlich aber war das Markgräflerland von Vorderösterreich und Frankreich umgeben. Selbst vor der Reformation 1556 waren im Markgräflerland unterschiedliche Herrschaften ansässig: die Zähringer, die Staufer, die Röttler, die Sausenberger, die Hachberger und einige Klöster mit ihren geistlichen Herrschaften usw.
In Müllheim residierten die Vögte der Markgrafen von Baden; die Stadt Neuenburg am Rhein ist eine Gründung der Zähringer und alte Zoll- und Verkehrsstation an einer früheren Furt über den Rhein.