Buchreview: Tai-Otoshi von Neil Adams
Nachdem ich bei meinem letzten Review von Neil Adams Buch Grips zu einem so schlechten Ergebnis kam, möchte ich ihm noch eine zweite Chance geben den Eindruck zu korrigieren.
Erster Eindruck: Naja wieder so ein schmales Buch, 94 Seiten mit allem drum und dran und wieder 15€.
Zweiter Eindruck: Ähnlicher Aufbau wie beim letzten Buch, beginnend mit einer persönlichen Einführung und der Geschichte beginnt er mit den Basistechnik Tai-Otoshi um Variationen anzuschließen. Kombinationen,Verteidigung und Konter schließen sich an. Abschließend sind Trainingsübungen und eine Serie zum Einsatz des Tai-Otoshi im Wettkampf.
Was war gut: Ehrlich ich habe insbesondere das Kapitel zu den Basistechnik und den Variationen in mich aufgesogen. Bisher hatte ich den Tai-Otoshi noch nie so variantenreich und vielfältig erlebt und ich bin seitdem drauf und dran eine eigene Form in meinen Handlungskomplex zu integrieren. Hier zeigt sich, dass Neil Adams wahrlich auch ein Experte für diese Technik ist.
Was war schlecht: Hhmm so stark wie das Buch beginnt, so dünn wird es leider am Ende. Man könnte meinen, dass hier etwas gespart wurde bzw. die Liebe ausging. Während die Basistechniken sehr strukturiert und differenziert dargestellt werden, sind die dargestellten Kombinationen, Verteidungstechniken und Konter nur wenig überraschend. Insbesondere die letzten Kapitel Trainingsübungen und Tai-Otoshi im Wettkampf hätte man sich in diesem Umfang schenken können. Schade das hatte dieses Buch nicht wirklich verdient und ich glaube Neil Adams hat hier eigentlich noch viel mehr zu sagen.
Meine Empfehlung: Ihr plant Tai-Otoshi in euren Handlungskomplex zu integrieren um eventuell eine Alternative zum Seoi-Nage zu haben, dann ist dieses Buch sicherlich keine schlechte Wahl. Es gab zumindest mir eine starke Anregung und seitdem experimentiere ich über die richtige Eingangsform, den Griff und Position. Eins kann man schon mit Sicherheit feststellen, dass man nie auslernt und mein Tai-Otoshi seitdem mit Sicherheit wesentlich besser geworden ist. Falls ihr allerdings den Tai-Otoshi bereits zu genüge trainiert habt und keine neue Variante sondern mehr Kombinationen sucht, dann seid ihr mit der Wahl nicht gut aufgehoben.